
Gastronomie · 2024 · Grindelwald
Restaurant Alpenhof
Beschreibung
Der Alpenhof hat seinen Gastraum nach 28 Jahren komplett erneuern lassen. Der Wirt, selbst Sohn eines Schreiners, hat uns nicht mit einem fertigen Konzept beauftragt, sondern mit der Frage: "Wie muss ein Gastraum aus Holz sein, damit er in 25 Jahren nicht veraltet wirkt?"
Unser Ansatz war Zurückhaltung. Wir haben die Grundrisswände mit vertikaler Eichenlattung verkleidet, in drei verschiedenen Breiten, unregelmässig gesetzt. Die Unregelmässigkeit ist bewusst, sie bricht das Kasernenhafte, das lange Lattungen sonst haben.
Der Tresen ist ein einzelnes, acht Meter langes Stück Schweizer Eiche, aus zwei Stämmen keilgezinkt. Die Fuge läuft diagonal, sichtbar, nicht versteckt. Die Bankette sind in gleicher Eiche gefasst, mit Rücklehnen, die leicht nach hinten geneigt sind, damit ein Gast, der eine Stunde zu Mittag isst, aufrecht sitzt, ohne sich zu verkrampfen.
Die gesamte Holzoberfläche ist seifengereinigt, nicht lackiert. Der Wirt wollte, dass der Raum Patina entwickeln darf.
Material
Was verbaut wurde.
Schweizer Eiche, massiv
weiss geseift, unbehandelt darunter
Holz aus dem Forstrevier Emmental
Messing-Handläufe
unbehandelt
Entwickeln im Gebrauch eine dunkle Patina
Lodenstoff grün
Rücklehnen der Bankette, Schweizer Produktion
Naturstein Quarzit
Tresenplatte, 40 mm, aus dem Tessin
Galerie
Bilder aus dem Bau.
«Nach zwei Jahren sieht der Tresen besser aus als am Tag der Eröffnung. Das ist das Einzige, was zählt.»