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Ratgeber

Profil bei Google einrichten und mit der Website verbinden

Das Google-Unternehmensprofil ist kostenlos und entscheidet mit, ob Ihr Betrieb in Google Maps und im Kartenbereich der Suche erscheint. Sie erstellen es unter business.google.com, lassen den Betrieb von Google bestätigen und verbinden es über den Link auf Ihre Website und gleichlautende Angaben zu Name, Adresse und Telefon.

Porträt von Jamie Schmenger

Autor: Jamie Schmenger, Inhaber und Entwickler

Veröffentlicht am

Wofür das Unternehmensprofil gut ist

Wer einen Betrieb in der Nähe sucht, sieht in Google Maps und in der Suche Einträge mit Karte, Adresse, Telefon und Öffnungszeiten. Diese Einträge stammen aus Unternehmensprofilen.

Ein Profil ist die Visitenkarte Ihres Betriebs direkt bei Google. Es beantwortet die Fragen, die vor einem Anruf oder Besuch kommen: Wo ist der Betrieb, ist er heute offen, wie erreiche ich ihn, und was sagen andere über ihn? Ihre Website erklärt danach ausführlich, was Sie anbieten. Früher hiess das Unternehmensprofil Google My Business, daneben war der Name Google Places in Gebrauch.

Wonach Google die lokalen Ergebnisse ordnet

Für die Reihenfolge der lokalen Ergebnisse zieht Google drei Kriterien heran:

  • Relevanz: wie gut Ihr Profil zu dem passt, was jemand sucht. Vollständige, genaue Angaben helfen dabei.
  • Entfernung: wie weit Ihr Betrieb vom Ort der Suche oder vom gesuchten Ort entfernt ist.
  • Bekanntheit: wie bekannt Ihr Betrieb ist. Dazu zählt Google ausdrücklich die Zahl der Websites, die auf Ihren Betrieb verweisen, und die Zahl der Rezensionen.

Ein besserer Platz lässt sich nach Angaben von Google weder beantragen noch kaufen. Was Sie beeinflussen können, sind richtige Angaben, eine gute Website und ehrliche Rezensionen. Wie ein Betrieb aus der Region Adresse, Karte und strukturierte Daten auf seiner Website zeigt, beschreibt die Seite über Websites für Betriebe im Rheintal.

Schritt für Schritt: Profil anlegen und bestätigen

So erstellen Sie ein Google-Unternehmensprofil für Ihren Betrieb. Geduld braucht dabei vor allem die Bestätigung durch Google.
  1. Konto wählen: Melden Sie sich mit einem Google-Konto an, das zum Betrieb gehört und nicht an eine einzelne Mitarbeiterin oder einen einzelnen Mitarbeiter gebunden ist.
  2. Zuerst suchen: Suchen Sie in Google Maps nach Ihrem Betrieb. Gibt es schon einen Eintrag, übernehmen Sie diesen, statt ein zweites Profil anzulegen; Google spricht davon, Anspruch auf ein Profil zu erheben.
  3. Profil erstellen: Gibt es noch keinen Eintrag, rufen Sie business.google.com/add auf, wählen «Unternehmen zu Google hinzufügen» und folgen der Anleitung auf dem Bildschirm. Sie fragt die Angaben zu Ihrem Betrieb ab. Prüfen Sie besonders die Geschäftsadresse; Google verlangt, dass sie korrekt ist und den Richtlinien entspricht.
  4. Bestätigen: Google prüft, ob der Betrieb tatsächlich Ihnen gehört. Welche Wege zur Verfügung stehen, etwa Telefon oder SMS, Mail, ein Videoanruf oder eine Postkarte, legt Google anhand von Unternehmensart, öffentlichen Informationen, Region und Öffnungszeiten fest. Die Prüfung kann laut Google bis zu fünf Arbeitstage dauern, in seltenen Fällen länger.
  5. Vervollständigen: Ergänzen Sie danach Öffnungszeiten, Fotos Ihres Betriebs und eine kurze Beschreibung Ihres Angebots.

Tipp für den Betrieb

Halten Sie fest, mit welchem Konto das Profil verwaltet wird, und geben Sie einer zweiten Person im Betrieb ebenfalls Zugriff. So bleibt das Profil erreichbar, wenn jemand ausfällt oder den Betrieb verlässt.

Kategorie, Einzugsgebiet und Öffnungszeiten

Diese drei Angaben bestimmen, bei welchen Suchen und an welchen Orten Ihr Profil überhaupt in Frage kommt.

Die Kategorie

Google verlangt, das Kerngeschäft mit so wenigen Kategorien wie möglich aus der vorhandenen Liste zu beschreiben. Wählen Sie als Hauptkategorie die, die Ihre wichtigste Tätigkeit am genauesten trifft, und ergänzen Sie weitere nur, wenn sie wirklich zutreffen.

Adresse, Einzugsgebiet oder beides

  • Kundschaft kommt zu Ihnen, etwa in Laden, Praxis oder Werkstatt: Die Adresse steht im Profil. Dann muss während der Öffnungszeiten jemand vor Ort sein.
  • Sie kommen zur Kundschaft und empfangen niemanden an der Geschäftsadresse: Entfernen Sie die Adresse und geben Sie ein Einzugsgebiet an.
  • Beides trifft zu: Google spricht von einem Hybridunternehmen, das Adresse und Einzugsgebiet zugleich führt.

Woraus ein Einzugsgebiet besteht und wie weit es reichen darf, beantworten die häufigen Fragen unten.

Öffnungszeiten

Tragen Sie Ihre üblichen Zeiten ein und halten Sie sie aktuell. Weichen sie ab, etwa über Feiertage oder während Betriebsferien, passen Sie das Profil rechtzeitig an.

Name, Adresse und Telefon überall gleich

Name, Adresse und Telefonnummer sollten überall zeichengleich stehen: im Profil, auf der Website und in jedem Verzeichnis.

Der Name

Google verlangt den Namen, den Ihr Betrieb auch auf Schild, Briefpapier und Werbung trägt. Zusätze wie Ortsnamen, Suchbegriffe, Telefonnummern oder Slogans gehören nicht in den Namen, auch wenn sie verlockend erscheinen.

Adresse und Telefon

Schreiben Sie die Adresse überall gleich, samt Hausnummer und Postleitzahl. Ein Postfach ist im Profil nicht zulässig. Beim Telefon verlangt Google eine Nummer, die der Betrieb selbst verwaltet, möglichst eine lokale Nummer und keine Hotline eines Callcenters.

Wo Sie die Angaben prüfen sollten

  • Impressum, Kontaktseite und Fusszeile Ihrer Website
  • Google-Unternehmensprofil und allfällige Einträge in Verzeichnissen wie local.ch oder search.ch
  • Profile in sozialen Netzwerken
  • Mail-Signatur, Rechnungen und Offerten

Google stellt ein Profil nicht allein aus Ihren Eingaben zusammen, sondern zieht auch öffentlich verfügbare Informationen heran, etwa aus der Website des Betriebs, dazu Angaben von Nutzern. Stimmen alle Stellen überein, widersprechen sich diese Quellen nicht, und Besucher erkennen sofort, dass sie beim richtigen Betrieb sind.

Profil und Website verbinden

Profil und Website ergänzen sich: Das Profil bringt die Leute zu Ihnen, die Website überzeugt sie. Die Verbindung entsteht auf beiden Seiten.

Im Profil

  • Tragen Sie im Feld für die Website die Adresse Ihrer eigenen Domain ein. Nach den Richtlinien gehört dort keine Weiterleitung hin, auch keine auf eine Seite in sozialen Netzwerken.
  • Verlinken Sie die Startseite oder, bei mehreren Standorten, die Seite des jeweiligen Standorts.

Auf der Website

  • Adresse, Telefon und Öffnungszeiten stehen genau so wie im Profil, am besten auf einer Kontaktseite.
  • Eine eingebettete Karte zeigt den Standort, dazu ein Verweis auf Ihr Profil für Rezensionen.
  • Strukturierte Daten beschreiben den Betrieb maschinenlesbar. Google nennt sie als Weg, Angaben wie Öffnungszeiten und Abteilungen eines lokalen Unternehmens mitzuteilen.

Bei Apex Design gehören strukturierte Daten zu Firma und Adresse zur technischen Grundausstattung, wenn Sie eine Website erstellen lassen. Was ausser Kontaktangaben auf die Seiten eines Betriebs gehört, zeigt am Beispiel des Handwerks der Artikel darüber, was auf eine Handwerker-Website gehört.

Denken Sie auch an Verweise von anderen Websites, die wie oben beschrieben zur Bekanntheit zählen. Ein Eintrag beim Gewerbeverein, bei einem Branchenverband oder bei Partnerbetrieben ist deshalb mehr als eine Formsache.

Bewertungen: fair darum bitten

Rezensionen zeigen Suchenden, wie andere Ihren Betrieb erlebt haben, und zählen laut Google zur Bekanntheit. Google empfiehlt sogar, Kundschaft daran zu erinnern; die Grenzen setzen die Richtlinien für Rezensionen.

So bitten Sie richtig

  • Nutzen Sie den Link oder QR-Code aus Ihrem Profil, den Google dafür vorsieht.
  • Bitten Sie nach einem abgeschlossenen Auftrag, wenn die Erfahrung noch frisch ist.
  • Fragen Sie alle auf dieselbe Weise und machen Sie daraus einen festen Schritt in Ihrem Ablauf.

So antworten Sie

Google empfiehlt, freundlich, sachlich und kurz zu antworten, eher wie ein Bekannter als wie ein Verkäufer, und mit Ihrem Namen zu unterschreiben. Das gilt besonders für Kritik: Eine ruhige Antwort zeigt späteren Lesern, wie Sie mit Problemen umgehen.

Was die Richtlinien von Google verbieten

  • Zahlungen, Rabatte, Gratisleistungen oder Geschenke für eine Rezension
  • nur zufriedene Kunden gezielt um eine positive Rezension bitten oder negative verhindern
  • Rezensionen durch Mitarbeitende, Angehörige oder Sie selbst über den eigenen Betrieb
  • mehrere Rezensionen über verschiedene Konten auf Anfrage einer einzelnen Person

Häufige Fehler

Einige dieser Fehler verstossen gegen die Richtlinien von Google, andere lassen ein Profil weniger leisten, als es könnte.
  • Suchbegriffe im Namen

    «Schreinerei Muster Altstätten, Küchen und Türen» statt des echten Namens. Das widerspricht den Richtlinien von Google.

  • Ein zweites Profil

    Ein neues Profil anlegen, obwohl es schon einen Eintrag gibt. Übernehmen Sie den bestehenden, statt einen zweiten daneben zu stellen.

  • Halbfertiges Profil

    Nur Name und Adresse, aber keine Öffnungszeiten, Fotos oder Beschreibung. Damit fehlt Suchenden, was sie vor einem Besuch wissen möchten.

  • Veraltete Angaben

    Alte Telefonnummer, frühere Öffnungszeiten, ein Angebot, das es nicht mehr gibt. Prüfen Sie das Profil bei jeder Änderung im Betrieb.

  • Falscher Website-Link

    Ein Verweis auf eine Seite in sozialen Netzwerken oder eine Weiterleitung statt auf die eigene Domain.

  • Gereizte Antwort auf Kritik

    Den Verfasser einer schlechten Bewertung angreifen oder private Angaben über ihn nennen. Google rät, ihn stattdessen zu bitten, sich direkt bei Ihnen zu melden.

Welche Themen der Ratgeber sonst behandelt, von der Offerte bis zur Pflege, zeigt die Übersicht über alle Ratgeberartikel. Und wenn Sie wissen möchten, was eine neue Website für Ihren Betrieb umfassen würde, schreiben Sie uns über die Seite Kontakt.

FAQ

Häufige Fragen zum Unternehmensprofil

Nein. Laut Google können Sie ein Unternehmensprofil kostenlos hinzufügen oder ein bereits bestehendes kostenlos übernehmen.

Ja, wenn Sie Ihre Leistungen bei der Kundschaft vor Ort erbringen. Die Richtlinien von Google setzen voraus, dass Kunden Sie an einem Standort besuchen können oder dass Sie zu ihnen kommen; für eine gemietete Postadresse ohne tatsächlichen Standort, ein sogenanntes virtuelles Büro, lässt sich kein Profil erstellen. Empfangen Sie an Ihrer Geschäftsadresse niemanden, löschen Sie die Adresse aus dem Profil und geben stattdessen ein Einzugsgebiet aus Orten, Postleitzahlen oder Regionen an, höchstens 20 Einträge. Dessen äussere Grenze soll nach den Richtlinien nicht mehr als rund zwei Autostunden von Ihrem Standort entfernt liegen.

Mit dem Link oder QR-Code, den Google im Unternehmensprofil zum Anfordern von Rezensionen bereitstellt. Er passt in die Mail nach einem abgeschlossenen Auftrag, auf die Rechnung oder auf eine Karte an der Theke. Fragen Sie alle Kundinnen und Kunden auf dieselbe Weise, nicht nur jene, von denen Sie Lob erwarten, und versprechen Sie nichts dafür.

Quellen

  1. Unternehmensprofil: Definition (öffnet in neuem Tab)Google, Google Ads-Hilfe, support.google.com, abgerufen am
  2. Ihr Unternehmensprofil hinzufügen oder Anspruch darauf erheben (öffnet in neuem Tab)Google, Hilfe für Google Unternehmensprofil, support.google.com, abgerufen am
  3. Unternehmen bei Google bestätigen (öffnet in neuem Tab)Google, Hilfe für Google Unternehmensprofil, support.google.com, abgerufen am
  4. Richtlinien für die Präsentation Ihres Unternehmens auf Google (öffnet in neuem Tab)Google, Hilfe für Google Unternehmensprofil, support.google.com, abgerufen am
  5. Wie Google Informationen in Unternehmensprofilen und lokalen Suchergebnissen bezieht und verwendet (öffnet in neuem Tab)Google, Hilfe für Google Unternehmensprofil, support.google.com, abgerufen am
  6. Einzugsgebiete für Unternehmen ohne festen Standort und Hybridunternehmen verwalten (öffnet in neuem Tab)Google, Hilfe für Google Unternehmensprofil, support.google.com, abgerufen am
  7. Ranking in lokalen Suchergebnissen auf Google verbessern (öffnet in neuem Tab)Google, Hilfe für Google Unternehmensprofil, support.google.com, abgerufen am
  8. Strukturierte Daten für lokale Unternehmen (LocalBusiness) (öffnet in neuem Tab)Google Search Central, developers.google.com, abgerufen am
  9. Tipps für mehr Rezensionen (öffnet in neuem Tab)Google, Hilfe für Google Unternehmensprofil, support.google.com, abgerufen am
  10. Verbotene und eingeschränkt zulässige Inhalte (öffnet in neuem Tab)Google, Richtlinien für von Maps-Nutzern veröffentlichte Inhalte, support.google.com, abgerufen am

Die passende Website zum Profil

Schreiben Sie uns, was Ihr Betrieb anbietet und wie Kundinnen und Kunden heute auf Sie aufmerksam werden. Im Erstgespräch klären wir, wie Ihre Website die Kontaktangaben so zeigt wie im Profil und sie mit strukturierten Daten beschreibt.